Marco Bockelmann (C) MaBoXer.de

Meine Leidensgeschichte begann im Sommer 2014 und fand im Sommer 2015 ein jähes Ende, nachdem ich nicht mehr weiter konnte. Mein Gespenst Fraub quälte und drangsalierte mich ein Jahr lang. Bis meine Familie merkte das etwas nicht mit mir stimmte, ich nervlich ein Wrack war, keinen Schlaf mehr fand und akute Herzprobleme bekam.

Ich musste die Reißleine ziehen, da ich weder von meinen Kollegen noch vom obersten Chef Hilfe bekam. Im Oktober 2015 fand ich endlich den Weg zu dieser Gruppe hier. Mein Rettungsanker und die erste Hilfe fand ich bei Herrn Gerhard Schulze-Schröder und den anderen Mitgliedern der Selbsthilfegruppe „AKTIVe Hilfe gegen Mobbing am Arbeitsplatz“ in Lüneburg.

Als ich diesen Stein ins rollen brachte, hatte ich das große Glück bei allen Institutionen an die richtigen Partner zu geraten. Mein Hausarzt musste ich wechseln, da Dr. Ber.. keine Ahnung hatte bzw. kein guter Arzt war. Er nahm mich mit meinen Herzproblemen nicht ernst. Gott sei Dank wechselte ich den Hausarzt und wurde durchgecheckt.

Diagnose 1: chronischer Bluthochdruck! (Durch langfristigen Schlafentzug / Schlafmangel / Stress)
Diagnose 2: starke Depressionen (durch Mobbing am Arbeitsplatz gibt es nicht als Diagnose)

Meine Mobbing-Odyssee war mit einem Krankenschein nicht beendet, auch während ich mich erholen sollte bekam ich Anrufe und Briefe aus der Firma von Es, was den Erholungsprozess immer wieder zurückwarf.

Aber ich fand Hilfe!

Die hilfreichen Instanzen waren für mich:

  • die Selbsthilfegruppe „AKTIVe Hilfe gegen Mobbing am Arbeitsplatz“
  • die sehr gute medizinische Versorgung durch Herr Dr. Dröge
  • die psychologische Betreuung durch Frau Dr. Linsel
  • die Untersuchung durch den MDK Niedersachsen
  • die AOK – Krankenkasse Lüneburg – die mich wirklich sehr unterstützte
  • die Rentenversicherung in Lüneburg – die mich mit der REHA unterstütze
  • die Ärzte in der REHA Klinik Bad Pyrmont

Ich möchte das erlebte nicht einfach als schlechte Erfahrung und verblassende Erinnerungen abtun. Aus der Dankbarkeit das ich Hilfe fand, als ich sie brauchte, entstand mein Wunsch etwas zurückzugeben. In erster Linie möchte ich die Selbsthilfegruppe und alle Betroffenen die unsere Hilfe benötigen, tatkräftig unterstützen.

Es wird Zeit, dass ich an mich denke und nicht immer an alle anderen. Erst wenn es mir selber gut geht, habe ich die Kraft und Möglichkeit anderen zu helfen. Ein gesunder Egoismus ist nötig um für andere da zu sein.